17. August 2026

Kunst und Kirche - Die Skulpturen-Triennale öffnet die Kirchen der Stadt für Kunst und Begegnung

Parallel zur Manifesta 16 im Ruhrgebiet, die 2026 wenig genutzte Kirchengebäude in kulturelle und gemeinschaftliche Ausstellungszentren umwandelt, öffnet auch Bingen während der 7. Skulpturen-Triennale VERBINDUNG UND ZUSAMMENHALT seine Kirchen für Kunst und Begegnung.

Noch bis zum 4. Oktober 2026 verwandeln sich die Basilika St. Martin und die Kapuzinerkirche St. Laurentius in Ausstellungsräume für zeitgenössische Skulptur – kostenfrei und frei zugänglich.

In der Kapuzinerkirche St. Laurentius empfängt die Besucher:innen Haleh Redjaians Arbeit „Underneath the Arches“, 2026. Ein begehbares, offenes Domzelt. Mit diesem fragilen Konstrukt aus Metall, umspannt von Schutznetzen aus den Weinbergen und verwebten Zetteln, mit Antworten zu Fragen „Was hält uns zusammen“/“Was verbindet uns“, schafft Redjaian einen Ort des Innehaltens, des Zusammenhalts.

Hannah Hallermanns Wandinstallation „Freedom/Equality“, 2023, – ebenfalls in St. Laurentius – befragt die Gegenwart nach Freiheit und Gleichheit. Im Kirchenraum, zwischen Stille und Geschichte, entfaltet sich dieser Gedanke noch einmal ganz besonders eindringlich.

In der Basilika St. Martin erinnern Karsten Konrads gedrehte „Tornos“ , 2021-26, aus gefundenen, oft ausrangierten Alltagsgegenständen, an barocke Stab- oder Säulenformen, Prozessionen oder gar Menschenversammlungen. Seine Themen: Identität, Erinnerung, Urbanität. Zwischen alten Gewölben trifft so städtische Formensprache auf Sakralraum.