Die 7. Skulpturen-Triennale VERBINDUNG UND ZUSAMMENHALT ist eröffnet!
Feierliche Eröffnung der 7. Skulpturen-Triennale VERBINDUNG UND ZUSAMMENHALT
Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck im Gespräch mit Emilia Neumann (Förderkünstlerin)
Foto: ©Robert Schittko
Tauschaktion der Kunsthochschule Mainz „wir tauschen etwas, was wir verloren haben, gegen etwas, das du gefunden hast“
Foto: ©Robert Schittko
Am Samstag, den 16. Mai 2026, wurde die 7. Skulpturen-Triennale Bingen feierlich eröffnet. Unter dem Leitthema VERBINDUNG UND ZUSAMMENHALT präsentieren 20 national und international renommierte Künstler*innen Werke im öffentlichen Raum der Stadt Bingen am Rhein. Die Ausstellung ist bis Ende Sommer 2026 frei zugänglich.
„Das Kulturufer der Stadt Bingen wird für fünf Monate zum Resonanzraum der zeitgenössischen Skulptur – nicht im Museum, sondern dort, wo Bürgerinnen und Bürger sich treffen, spazieren, verweilen.“
Mit diesen Worten eröffnete Maria Gleichmann-Pieroth die 7. Skulpturen-Triennale im Namen der Gerda und Kuno Pieroth Stiftung. Sie würdigte die großzügige Unterstützung durch zahlreiche private Förder*innen und regionale Unternehmer*innen, ohne die ein Projekt dieser Dimension nicht realisierbar wäre. Einen besonderen Dank sprach sie der Stadt Bingen, vertreten durch Oberbürgermeister Thomas Feser, für ihre langjährige Unterstützung aus.
Dieser schloss sich dieser Würdigung an und hob das außergewöhnliche Engagement der Familie Pieroth hervor, das mit der Triennale seit 2008 nicht nur den Bürger*innen der Stadt, sondern auch Besucher*innen aus nah und fern barrierefreien und kostenlosen Zugang zur Kultur ermöglicht.
Ehrengast Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck betonte in seinem Grußwort die gesellschaftliche Dimension des diesjährigen Themas und hob die Bedeutung des Dialogs hervor, den Kunst im öffentlichen Raum zu eröffnen vermag:
Die Skulpturen-Triennale Bingen ist weit mehr als ein Kunstevent: Sie verbindet seit 2008 bürgerschaftliches Engagement, zeitgenössische Kunst und kulturelle Teilhabe zu einem nachhaltigen kulturellen Ankerpunkt mit überregionaler Ausstrahlung und schafft Begegnungen, die Kunst im öffentlichen Raum lebendig und für alle erfahrbar machen.
Prof. Dr. Jürgen Hardeck, Staatssekretär
Kuratorin Sara Bernshausen führte das Publikum durch die künstlerischen Konzepte der 20 eingeladenen Künstler*innen, die teilweise mit direktem Bezug zum Thema und der Region entstanden sind. Dem Leitthema VERBINDUNG UND ZUSAMMENHALT wird sich in unterschiedlichen Ansätzen genähert: als Orte des Austauschs, durch reine Materialität, als Dialog zwischen urbanem und sozialem Raum und seiner Umgebung oder in ambivalenter Form – Trennung und Zusammenfügen zugleich – etwa in der Arbeit „Die Doppelgängerin“ der kürzlich verstorbenen Künstlerin VALIE EXPORT.
Ein besonderes Highlight der 7. Skulpturen-Triennale ist das erstmals eingerichtete Förderprogramm für Künstler*innen aus der Region, ermöglicht durch eine gezielte private Spende. Drei Künstler*innen wurden eingeladen, neue Arbeiten unmittelbar für Bingen und das Thema der Triennale zu entwickeln: BA Sela, Emilia Neumann und Max Brück.
Neue institutionelle Kooperationen mit der Kunsthochschule Mainz und Schloss Balmoral in Bad Ems verankern die Triennale noch stärker in der Kunst- und Kulturlandschaft der Region.
Kurator Lutz Driever stellte das vielfältige Vermittlungs- und Begleitprogramm vor und lud alle Besucher*innen ein, sich auf die Kunstwerke und das Miteinander einzulassen und in einen offenen Diskurs zu treten.
Im Anschluss bat er alle Künstler*innen sowie das gesamte Organisationsteam unter Applaus auf die Bühne und Stifter Kuno Pieroth sprach sich glücklich über die bereits 7. Triennale aus:
„Für die Erschließung dieser Landschaft am Rhein möchte ich mich bei der Stadt herzlich bedanken. Mich interessiert jetzt die Entwicklung der nächsten Wochen bis zum Oktober mit den vielen Besuchern, die hier mit Kunst in Verbindung kommen. Ich gehe hier oft spazieren und freue mich auf die möglichen Kontakte.“
Ein gemeinsamer Rundgang mit den Kurator*innen lud dazu ein, die Skulpturen und Installationen am Binger Rheinufer und in den Kirchen der Stadt direkt zu erleben und ins Gespräch mit den Künstler*innen vor Ort zu kommen.
Tauschaktion der Kunsthochschule Mainz
Großes Interesse fand das partizipatorische Projekt „mein kann dein sein“ der Kunsthochschule Mainz (Klasse Maximiliane Baumgartner und Gäste): Bei der ersten von sieben geplanten Tauschaktionen „wir tauschen etwas, was wir verloren haben gegen etwas, das du gefunden hast“ wurden Besucher*innen eingeladen, ein Bild oder eine Geschichte weiterzugeben. Im Gegenzug erhielten sie Kunstwerke der Studierenden. Mit jeder Tauschaktion wächst so ein assoziatives Archiv über Bingen und seine Umgebung.
Erneut wird die Skulpturen-Triennale 2026 VERBINDUNG UND ZUSAMMENHALT einen Sommer lang in Bingen zum Anziehungspunkt für viele Kultur- und Kunstbegeisterte. Ein vielfältiges Vermittlungsprogramm und die Möglichkeit sich kostenlos und niederschwellig am Wochenende die Kunstwerke von JUNGEN KUNSTVERMITTLER*INNEN – Schüler*innen Binger Schulen – erklären zu lassen, macht die Skulpturen-Triennale in Bingen sicherlich zu einem Veranstaltungshighlight in Rheinland-Pfalz.